Beste Unterhaltung: Beim Jubiläumskonzert zeigte das Bundespolizeiorchester Hannover die ganze Bandbreite seines Könnens.

Den Rekord geknackt beim Jubiläum

Mehr als 10.000 Euro Spenden beim 20. Benefizkonzert des Bundespolizeiorchesters

Mit einem Spendenrekord verabschieden sich die Besucher am Donnerstagabend aus der Walsroder Stadthalle – passend zum Jubiläum: Beim 20. Neujahrskonzert des Bundespolizeiorchesters Hannover stecken die 700 Zuhörer am Ende insgesamt 10.377,60 Euro in die Spenden-Helme – und knacken somit die 10.000-Euro-Grenze.

Die Spendengelder aus dem von Stadt Walsrode und Bundespolizeistandort gemeinsam initiierten Benefizkonzert sind für zwei Zwecke bestimmt. „Der Anteil der Stadt geht wieder an den Onkologischen Arbeitskreis“, berichtet Bürgermeisterin Helma Spöring. Die Bundespolizei unterstützt zwei Kinder eines im vergangenen Jahr gestorbenen Kollegenpaares.

Orchesterleiter Matthias Höfert dirigiert seine Musiker durch ein abendfüllendes Programm, mit klassischer (Marsch-)Musik, aber auch mit Filmmelodien und Anleihen aus dem Pop. Ob „Slawischer Tanz“ von Anton Dvorak, „Dancing Queen“von ABBA, ein Mancini-Medley – natürlich mit „Moon River“ – oder „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“: Das Bundespolizeiorchester aus Hannover beweist einmal mehr, dass Musik Geschichten auch ohne Worte erzählen kann und direkt ins Herz geht. Routiniert, auf hohem Niveau und mit erstklassigen Soli zeigt das Orchester sein Können.

Eine kleine Herausforderung sind die Auftritte von Gast-Solist Ulrich Herkenhoff, einem ausgewiesenen, preisgekrönten Virtuosen an der im Konzert eher selten gehörten Panflöte. Herkenhoff fordert bei der „Suità Romanescà“und beim treibenden „Hora Staccato“ (Grigoras Dinicu) die Orchestermitglieder zum musikalischen Ritt durch die rumänische Musik auf.

Walsroder Zeitung – 7. Januar 2017